07.12.2009

Gebührenfalle Geldautomat

Wie Bankkunden sich vor unnötigen Kosten schützen können

Auch in Zeiten der bargeldlosen Bezahlung kommt niemand so ganz ohne Scheine und Münzen aus. Und die gehen oft genau dann aus, wenn sich der Bankkunde weit weg von der heimischen Filiale befindet. Nur selten entsteht in dieser Situation aber echte Geldnot, befindet sich in der Brieftasche doch oft ein „Plastikschlüssel“, mit dem am nächsten Geldautomaten das Portemonnaie aufgefüllt werden kann: eine ec/Maestro-Karte oder eine Kreditkarte. Damit der Geldkomfort nicht zum Gebührenschock wird, sollten sich Kartennutzer vor dem Gang zum fremden Geldautomaten aber immer zwei Fragen stellen:

Was verlangt meine Bank für die Barabhebung am fremden Geldautomaten?

Das Preisverzeichnis des eigenen Geldhauses gibt Aufschluss darüber, was das Fremdgehen bei der Bargeldversorgung im Einzelnen kostet. Der Griff zur ec/Maestro-Karte bleibt dabei dann kostenlos, wenn ein Automat innerhalb des eigenen Banken- oder Automatenverbunds genutzt wird. In anderen Fällen berechnet die Hausbank regelmäßig eine Zusatzgebühr von pauschal meist fünf bis zehn Euro. Auch die Barabhebung mit der Kreditkarte kann bei Banken und Sparkassen entsprechend teuer werden. Viele Direktbanken favorisieren für ihre Kunden dagegen die Bargeldversorgung via Kreditkarte. Sie bieten diese sogar europa- oder weltweit völlig kostenlos an allen dem Kreditkartensystem angeschlossenen Automaten an. Demgegenüber werden für den Bareinsatz der ec-Karte häufig Gebühren fällig.

Was berechnet die fremde Bank für die Geldautomatennutzung?

Bisher mussten sich Bankkunden keine Gedanken über die Frage machen, was die Bank, die den Geldautomaten betreibt, dafür verlangt. Denn das regelten die Kreditinstitute ausschließlich untereinander. Der in diesem Zusammenhang seit einiger Zeit schwelende Streit um die Gebührenhöhe ist nun aber auch bei den Kunden angelangt: Seit Sommer 2009 müssen insbesondere Mastercard-Inhaber bei regionalen Instituten genau hinschauen, bevor sie die Karte in den Automaten schieben. Denn jetzt darf die Fremdbank den Kunden direkt zur Kasse bitten – und das nicht zu knapp: Pauschalgebühren von bis zu zehn Euro schlagen vor allem bei kleineren Barbeträgen kräftig zu Buche. Das Ärgerliche dabei ist: Häufig erfährt der Kunde die negative Überraschung erst beim Blick auf den Auszug, denn auf die Gebühr muss lediglich mit einem Aufkleber am Geldautomaten hingewiesen werden.

Tipp: Der Blick ins Preisverzeichnis der eigenen Bank zeigt, wie und mit welcher Karte sich Bargeld auch auswärts am günstigsten beschaffen lässt. Mastercard-Nutzer sollten außerdem alle am fremden Geldautomaten angebrachten Aufkleber beachten und gegebenenfalls einen anderen Automaten aufsuchen.

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