10.08.2012ING-DiBa: Der Klingelbeutel - Fundraising mit TraditionMit einem vollen Beutel kann man keine großen Sprünge machen. Was nach den Gesetzen der Schwerkraft gilt, trifft für erfolgreiches Fundraising nicht zu – zumal dann, wenn eine besonders archaische Form des Fundraisings zum Einsatz kommt – der traditionsreiche Klingelbeutel, dessen Ursprünge bis in die ersten urchristlichen Gemeinden zurückreichen. Damals hatte man zunächst noch Brot, Wein und andere Gaben zum Gottesdienst mitgebracht, um sie an die Armen zu verteilen. Doch bald zeigte sich, dass es allemal praktischer war, mit klingender Münze zu helfen.Manche Kirchengemeinde besitzt noch bis heute Klingelbeutel aus dem 18. Jahrhundert. Der Klassiker: ein mit Leder gefütterter und silbernen Bordüren verzierter Samtbeutel, der an einem langen Stab hängt. Wie profan war im Vergleich dazu die im Jahr 1998 in einer evangelischen Gemeinde in Stuttgart umgesetzte Idee, mit einem „elektronischen Klingelbeutel“ zu sammeln. Es handelte sich um einen speziellen Geldautomaten, bei dem man mit Karte und Geheimnummer zur Kollekte beitragen konnte. Bleibt die Frage, weshalb ein Klingelbeutel unbedingt klingeln muss. Welchen Sinn macht also das Glöckchen an diesem Spendengefäß? Zunächst soll das Klingeln die Christen stets für die sozialen Probleme dieser Welt wachhalten. Es gibt aber auch eine ganz pragmatische Erklärung: Wenn’s klingelt, ist das für die Gottesdienstbesucher ein akustisches Zeichen, die kleine Spende bereitzuhalten. Angeblich zerbrachen sich schon Juristen darüber die Köpfe, ob man aus einem Klingelbeutel Wechselgeld entnehmen darf, wenn man es gerade nicht passend hat. Rechtlich ist dagegen wohl nichts einzuwenden, doch nicht alles, was erlaubt ist, erscheint auch opportun. In manchen Kirchen klingelt zwar das Glöckchen am Klingelbeutel, aber nicht die Münzen, die hineingeworfen werden. Das hat dann freilich nichts mit Geiz zu tun, der bekanntlich zu den Todsünden zählt. Eher trifft das Gegenteil zu: Medienberichten zufolge klingelt es in mancher Dorfkirche auf der Millionärsinsel Sylt nur deshalb nicht, weil eben keine Münzen, sondern Euro-Scheine im Klingelbeutel landen. Weiterführende Links Aktuelle Meldungen
| Anleger-Tools
Quicknavigation Ratenkredit Banken
Ratenkredit Banken Suche... |