19.11.2009

Konsumzurückhaltung bei Weihnachtsgeschenken

Fast jeder zweite Deutsche will 2009 weniger Geld für Präsente ausgeben

Wenige Wochen vor dem Weihnachtsfest befragte die netbank AG in einer repräsentativen GfK-Umfrage (1) über 1.000 Deutsche rund um das Thema Weihnachtsgeschenke. Die wesentliche Erkenntnis: In wirtschaftlich turbulenten Zeiten will fast jeder Zweite der Befragten (49,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr weniger ausgeben. Nur 19,2 Prozent werden mehr ausgeben, circa ein Drittel ist noch unentschlossen. Ein weiteres Resultat der Umfrage: Die Befragten der Altersgruppen über 50 Jahre investieren in diesem Jahr tendenziell weniger Geld in Weihnachtsgeschenke als zuvor.

Höhe der Geschenkausgaben

Je ungefähr ein Drittel aller Befragten plant bis zu 200 Euro (32,5 Prozent) oder zwischen 200 und 500 Euro (33,1 Prozent) für die Liebsten auszugeben. Lediglich etwa jeder Vierte kauft zum Fest Präsente für mehr als 500 Euro ein. Hierbei zeigen sich insbesondere die Befragten aus Hamburg und Thüringen als großzügig bei ihren Weihnachtseinkäufen.

Eine neue Armbanduhr oder ein Kuvert mit Geldscheinen?

Fast zwei Drittel der Befragten (65,6 Prozent) legen bevorzugt Sachgeschenke unter den Weihnachtsbaum. Leben Kinder im Haushalt, liegt der Wert sogar bei 82,1 Prozent. Geld verschenken vor allem Befragte, die älter als 60 Jahre sind oder in den neuen Bundesländern leben. In Thüringen planen beispielsweise 38,5 Prozent, in Brandenburg sogar 41,2 Prozent der Befragten, Geld zu Weihnachten zu verschenken. Der Bundesdurchschnitt liegt bei knapp 25 Prozent.

Mehr als drei Viertel der Befragten (75,9 Prozent) freuen sich jedoch über Geldgeschenke. Nur knapp jeder Fünfte (18,5 Prozent) mag es persönlicher. Insbesondere die Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen bevorzugt es, Geldgeschenke zu erhalten (89,1 Prozent) - vermutlich auch, weil sie sich damit Wünsche nach ihren eigenen Vorstellungen erfüllen können.

Verwendungszwecke für Geldgeschenke

Rund jeder Vierte will das Geld, das er zu Weihnachten erhält, sparen. Männer sind hierin noch etwas konsequenter, denn fast 30 Prozent von ihnen legen das Geld zunächst auf die hohe Kante. Die Quote derjenigen, die das geschenkte Geld sparen möchten, ist in Schleswig-Holstein geschlechterübergreifend mit fast 39 Prozent überproportional hoch. Während Frauen sich eher mit Kleidung, Schmuck und Make-Up (21,0 Prozent) verwöhnen, stellen bei Männern Wohnaccessoires und Home-Entertainment (15,5 Prozent) einen weiteren beliebten Verwendungszweck für Geldgeschenke dar. Für den nächsten Urlaub will knapp jeder Sechste aller Befragten seine Geldpräsente verwenden.

(1) Repräsentative GfK-Umfrage im Auftrag der netbank AG, 1.009 Männer und Frauen über 14 Jahren, bundesweit, Befragungszeitraum 04. bis 07. November 2009 (GfK Telefon Bus, Studiennummer 0265 9545)

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