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Börsenlexikon

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Effektivmarkt

Der Teilmarkt der Börse, bei dem die Erfüllung eines Geschäfts innerhalb einer kurzen Zeit nach Abschluss des Geschäfts erfolgen muss, heißt Effektivmarkt. Als Geschäft ist hier die Lieferung, Abnahme der Lieferung und ihre Bezahlung zu verstehen. In Deutschland beträgt der Zeitraum des Effektivmarktes zwei Börsentage. Geschäfte mit einer längeren Fälligkeit werden an Terminmärkten getätigt. Der Effektivmarkt wird auch als Kassabörse, Lokomarkt oder Spotmarkt bezeichnet. Werden Wertpapiere ohne Einschaltung eines Banken- oder Emissionskonsortiums direkt vom Emittenten bei den Anlegern platziert, wird von Eigenemission gesprochen. Ein Vorteil der Eigenemission sind die niedrigeren Kosten, da Vergütungen für das Banken- oder Emissionskonsortium entfallen. Allerdings muss der Emittent über eine gute Platzierungskraft verfügen, um die Anleger zu erreichen. Entweder erreicht er viele Kleinanleger oder einige sehr solvente Anleger, die von seinem Investment überzeugt sind. Nimmt der Emittent die Hilfe von Kreditinstituten, die ein ausgedehntes Filialnetz in der Fläche oder stabile Beziehungen zu institutionellen Anlegergruppen besitzen, in Anspruch, so trägt er das Risiko, dass nicht die gesamte Emission verkauft werden kann.






Siehe auch:
Spotmarkt
 

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